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7. Mai 2015 4 07 /05 /Mai /2015 13:09

ich muss irgendwie einfach ständig wieder hören, dass meine Tante in meinem Buch irgendwie "schlecht wegkommt". nun hab ich mir dieses Kapitel nochmal durchgelesen und ich kann nichts negatives finden?! möglicherweise war vielleicht auch das ein oder andere hier im Blog gemeint, ich weiss es echt nicht. hier war ich offen, ehrlich UND habe auch meinem Frust freien Lauf gelassen. - ja, vieles frustriert mich vielleicht heute, was sie betrifft oder was MEIN negatives Gefühl angeht, aber das heisst nicht im Entferntesten, dass sie irgendwas falsch gemacht hat! und wenn, dann bestimmt NICHT wissentlich!! das möchte ich nun nomal stark betonen, das ist mir wichtig! Sie hat ihr Bestes gegeben - IMMER! also nach bestem Wissen und Gewissen, genau auch wie meine Mutter. man kann nie ALLES nur richtig machen. auch mit meiner Mutter bin ich früher oft aneinandergeraten, dennoch weiss ich, dass sie immer nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt hatte. und meine Tante auch!

und nun... möchte ich hier gerne das Kapitel über sie posten:

14. Einflussnahme

Den wohl größten Einfluss auf mein Leben nahm meine Tante, die Frau meines Patenonkels. Sehr sehr lange habe ich darüber nachgedacht, ob ich nun ein Kapitel dazu schreiben soll oder nicht. Doch sie hatte gesamtheitlich gesehen immer einen wahnsinnig großen Einfluss auf mich und meinen Lebensweg, so dass ein ziemlich relevanter Teil fehlen würde, wenn ich es wegließe. Möge sie mir gnädig und nicht böse sein.

Bevor ich jedoch beginne, möchte ich nochmal klar betonen, dass ich überzeugt bin, dass sie wirklich immer nur das Beste für mich wollte, auch wenn man das teilweise anzweifeln möge.

Wie wohl schon öfters betont, ist es unmöglich diesen selektiven Mutismus nachvollziehen zu können. Und was mich so überzeugt von dieser Hypothese macht, ist, dass ich es ja selbst noch nicht mal begreifen kann. Und man kann ja nicht erwarten, dass jemand etwas versteht, was man selbst ja auch nicht versteht, oder?

Ich weiß, dass sie mir immer nur helfen wollte mit dem, was sie tat. Doch sind ganz viele negative Erlebnisse so tief und fest in verankert, dass sie mich heute noch nicht loslassen, so sehr ich sie auch abzuschütteln versuche. Zu einem Großteil dessen gehört der ungeheure Druck, etwas gerecht werden zu müssen, was ich einfach nicht konnte. Momente in denen ich so sehr von Panik erfüllt war, dass für alles andere kein Platz mehr blieb.

Trotz all dieser negativen Erlebnisse, gab es natürlich auch viel Gutes an ihr und so erinnere ich mich auch noch sehr gut an ein positives Erlebnis: einmal schickte sie mich alleine in einen Laden um einen Zwiebelhacker für sie zu kaufen. Ich weiß das alles noch so genau, es hat sich eingebrannt, weil es von großer Bedeutung für mich war. Denn ich habe es geschafft! Und ich weiß, dass sie es gemacht hat, um mich herauszufordern, mich zu überwinden, es zu lernen. Ich weiß, dass sie das Beste getan hat, was sie dachte tun zu können und dafür bin ich auch wirklich dankbar!

Allerdings muss ich auch sagen, dass das Ganze in der Kindheit noch nicht wirklich ein Problem darstellte. Das alles kam erst viel später, mit dem nahenden Ende der Schule. Da sie die Frau meines Patenonkels ist, fühlte sie sich irgendwie dazu verpflichtet, mir zukunftsspezifisch behilflich zu sein. Sie half mir wo sie nur konnte. Ob mit Bewerbungen, Lehrstellenausschreibungen, wenn sie sonst etwas in einer Zeitung sah, was etwas für mich sein könnte, schickte sie es mir sofort per Post zu und telefonierte zum Teil auch rum um mir eine Schnupperlehrstelle zu verschaffen.

Gerade weil ich kaum sprach, fassten sie Dinge wie Verkäuferin ins Auge. Dabei könnte ich das "mit anderen reden" lernen. Das wäre wohl ein Job gewesen, welchen ich selbst niemals in Betracht gezogen hätte. Ich wollte lieber Buchbinderin werden oder Floristin oder Fotofinisherin. Doch ich hatte mich von den anderen so einvernehmen lassen, Verkäuferin wäre das Richtige für mich, dass ich es irgendwann sogar selbst glaubte.

Ich lernte, immer „ja“ zu sagen, wenn jemand beim Schnuppern fragte, ob es mir gefiel, ganz egal, ob es stimmte oder nicht. Ich sollte immer nur positiv antworten, um den Leuten zu zeigen, dass ich Interesse hatte und etwas wollte.

Als sie irgendwann mit der Idee kam, mich mit 17 für ein ganzes Schuljahr über nach Südengland zu schicken und ich das Ganze mit meiner Angst vermasselt hatte, wurde sie furchtbar wütend.

Langsam begriff ich, dass nichts, was ich jemals tat jemals gut genug sein würde. Nichts würde jemals dem gerecht werden, was sie von mir erwarteten.

Bestimmt hatte das Ganze auch sein Gutes, denn wenn ich nun Kritik bekam, setzte ich das meiste sofort um, weil ich es mir gewohnt war, dass man das von mir verlangte, besser noch gestern als heute.

Meine Job-Coach meinte, dass sie es noch niemals erlebt habe, dass jemand die Kritik, die man ihm entgegen bringe, so schnell umsetzen könne wie ich. Wir hatten auch sehr oft Gespräche über meine Tante wegen diesem ungeheuren Einfluss, der mich noch heute so stark beherrscht und während meiner Ausbildung so viele Blockaden verursachte. Da mir nichts, was ich tat, gut genug schien, konnte ich auch kein Lob dafür annehmen, weil ich, egal was immer zu schaffen, als so selbstverständlich empfand, dass ich nicht noch stolz darauf sein konnte. Weil ich all das was ich noch erreichte, bereits vor vielen Jahren hätte erreichen müssen.

Ich empfinde es auch stark so, dass meine Tante mich das jetzt spüren lässt, denn ganz egal, was ich ihr auch über die Ausbildung oder andere positive Dinge berichte, es kommt kaum mal auch nur ein einziger kurzer Satz zurück. Mir scheint, nur weil sie sich damals solche Mühe gegeben hat und ihr all das umsonst zu sein schien, interessiert es sie jetzt gar nicht mehr, was ich tue. Ich hörte mal von meiner Oma, dass sie sich beklagt hätte, dass ich mich ja nie melde, also begann ich, ihr öfters mal zu schreiben, doch nie bekam ich eine Antwort darauf und heute auch nur sehr selten.

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5. März 2013 2 05 /03 /März /2013 19:36

wenn fremde anwesenheit verstummen laesst

Wenn fremde Anwesenheit verstummen lässt.....

Sandra Melliger

Ein Leben mit selektivem Mutismus ist nicht einfach. Niemand versteht das Schweigen und die meisten interpretieren es als unhöflich oder trotzig. Doch wie es hinter der Fassade aussieht, wie sich die Betroffenen dabei fühlen und wie oft sie möglicherweise selbst über ihr eigenes Verhalten frustriert sind, ahnt dabei niemand.

ISBN: 978-3-8482-3210-9

kann auch direkt bei mir bestellt werden: sandy@mutismus.ch
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7. Juli 2011 4 07 /07 /Juli /2011 13:36

faehigkeitszeugnisNun da ich den eidgenössischen Fähigkeitsausweis meiner erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung tatsächlich in den Händen halte, möchte ich mich nochmal bei allen beteiligten für Ihr ausgesprochenes Engagement bedanken, denn es war alles andere als selbstverständlich!


Besonderen Dank an Susan Conza (meine Cheffin) für die Möglichkeit, in ihrer neu gegründeten Firma nicht nur einen Arbeitsplatz zu bekommen, sondern auch noch eine Berufsausbildung absolvieren zu können. Ebenso die viele Arbeitszeit, in der ich auch schulische Aufgaben etc. erledigen durfte.


An Frau Gabriele Markwalder, die mir als Job-Coach in allen Schwierigkeiten und Zweifeln beistand und an meine Fähi gkeiten geglaubt hat und sich ebenso über jeden noch so kleinen Erfolg mit mir gefreut hat.


An Herrn Alfred Breu, der sich trotz grosser Bedenken nach dem ersten Ausbildungsjahr doch nicht ganz aufgegeben, sondern es mir ermöglicht hat, einige Module mit Hilfe von Stützunterricht durch einen ZLI-Lehrer nochmal vollständig zu wiederholen.


Ebenso an Herr Roger H. Jörg, der mich auch über seine Pflichten als Nachhilfelehrer hinaus, sehr gut auf die Thematik der bevorstehenden Modulprüfungen vorbereitete.


In diesem Zusammenhang, den Stützunterricht betreffend, natürlich auch ein grosses Danke an die SVA Zürich, welche die finanziellen Auslagen übernommen hat!

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30. März 2011 3 30 /03 /März /2011 20:35

ich finde es ja ganz toll, dass ich Nachhilfe bekomme, weil ich einfach total Mühe habe in der Schule. war ja auch ganz schön - einmal wieder - zu denken, dass ich von diesem Lehrer verstanden werde. er hat ja ziemlich viel hier in meinem Blog gelesen... das einzige Wort, was ich ihm hängen blieb war "faul" und er meinte, dass ich das nicht bin und nicht denken soll, etc.

naja, mag schon sein, dass ich irgendwie vielleicht auch sowas wie eine "Teilleistungsschwäche" habe, aber das will ich gar nicht wissen. denn auch damit kann man genau so viel lernen - nur eben vielleicht mit mehr Mühe, aber man KANN! ich bin wie ich bin und ich lerne wie ich lerne und ich gebe mir genau so viel, wenn nicht gar noch mehr Mühe als die anderen.

aber der Gipfel letztens..... nebenbei noch zu erwähnen, dass ich das First Certificate in English nicht bestanden habe... wegen nur 2 Punkte. und ratet mal, wo ich am schwächsten war? Bingo! speaking. -.- ja, aber mal zurück zur Schule... wissen ja alle, was ich für ein Problem habe... -.- Selektiver Mutismus. und es wird auch bei der IPA (Facharbeit für den Lehrabschluss) irgendwie berücksichtigt, dass ich beim sprechen Mühe habe..... ja, und nun haben wir in der Schule so ein doofes Modul, wo wir dauernd vor die Klasse stehen und was präsentieren müssen. - mir graut so!! aber was soll ich machen... dann meinte ich so zu meinem Nachhilfelehrer, ob das der Klassenlehrer wohl berücksichtigen wird bei der Benotung; sagt der doch tatsächlich: "ich denke nicht, denn Du KANNST ja sprechen"!!!!! -.-

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5. Juli 2010 1 05 /07 /Juli /2010 10:52

noch immer scheint mir das Telefonieren wie ein unergründliches Phänomen für sich zu sein. und ich HASSE es noch heute!!!!! ich hab zwar schon als Kind immer zu Hause das Telefon abgenommen oder auch meine Oma angerufen, aber ansonsten war es doch undenkbar! in der Regel habe ich selbst immer nur angerufen, wo ich genau wusste WER abnehmen würde, bzw. dass die Person ran ging, die ich auch sprechen wollte. irgendwann begann ja dann die Zeit der Handys... also kein Problem mehr, denkt Ihr? doch! denn nun traute ich mich nicht mehr, weil ich ja nicht wusste, wo diese Person gerade war, bzw. OB oder wobei ich "störte". ich HASSTE es, wenn ich von jemanden nur die Handy-Nummer hatte. ich wollte NIE auf Handy anrufen, wenn es nicht irgendwie anders ging. ich glaube, das ist auch heute noch so, es sei denn, es sind Freunde, wo ich weiss, dass ich immer "stören" darf, und auch das erst seid wenigen Jahren. bzw..... ich glaub, ausser bei meinem besten Freund immer noch unmöglich! und wenn ich hier aus dem Büro jemanden anrufe, MUSS ich die Türe schliessen und NIEMAND darf sich im selben Raum befinden, sonst geht es nicht! - oft sogar zu zu Hause! -.- doch selbst dann bin ich noch endlos angespannt. egal, selbst wenn die Leute eigentlich noch so nett sind und ich mich wohl beim Gespräch am Telefon fühlte, bin ich beim auflegen ungemein erleichtert und wenige Minuten später überkommt mich gnadenlose Erschöpfung.

 

im Geschäft das Telefon abzunehmen ist ja gerade noch okay - allerdings ertapp ich mich immer wieder dabei wie ich geradezu eher auflege, als ich noch das letzt nötigste Wort gesagt habe. -.-

aber selbst wo anzurufen .-.-.-.-. ___ das löst geradezu PANIK in mir aus! wobei es noch fast egal ist, wen ich anrufen sollte... ein Kunde, der oft hier ist und mir dem ich dann ganz ungezwungen reden kann, den ich selbst ab und an am Telefon habe, wenn ER anruft... aber wenn ICH anrufen soll..... -.- ist Ende... dann scheine ich ALLES zu tun, nur um irgendwie darum herum zu kommen, dem zu entfliehen. und selbst wenn ich dafür einen riesen Ärger bekomme, warum ich denn nichts gesagt hab von dem Problem. mir ist es dann zu peinlich zu sagen: "dann hätte ICH den Kunden anrufen müssen!" lieber nehme ich anscheinend alle anderen Unannehmlichkeiten auf mich und riskiere weiss ich was alles, als dass ich nur ein einziges Mal telefoniere.

in solchen Momenten scheine ich noch heute verdammt nahe dran zu sein, einfach wieder alles hinzuschmeissen, weil dieser Druck so hoch ist! aber ich will kein Versager mehr sein! wie kann ich nur immer so FEIGE sein, einfach davon zu laufen und alles hinzuschmeissen, bloss weil ich mich nicht überwinden kann!? so ist das! aber erklären will ich da gar nichts! lieber alles hinschmeissen und abhauen... wie damals auch im BTZ, wenn Tanja nichts sagen konnte und ich nicht fähig war mit dieser Situation umzugehen - zumal ich doch auch noch selbst früher so gewesen war - ich bin einfach davon gelaufen!!

ich will wohl lieber auch gar nicht wissen, wie viel Geld oder andere Dinge mir schon dandurch flöten gegangen sind, dass ich es nicht geschafft habe, mich zu melden. z.B. einmal nach einer Schnupperwoche in einem Restaurant..... ich sollte mich wieder melden, ummeine Bewerbungsunterlagen, Foto, Lebenslauf zurück und auch einen Lohn für meine Mühen zu erhalten. - das rürfte möglicherweise ein kleiner dreistelliger Betrag gewesen sein - aber ich war zu FEIGE! ich hab mich nie wieder gemeldet, selbst wenn das so abgesprochen war, und hab auch nie wieder was von denen gehört...

 

wenn ich so nachdenke, über's Selbstständigsein, dann denke ich einerseits, dass das nie funktionieren würde, genau deswegen - weil ich mich unter anderem nicht wehren kann, wenn es um verbale Kommunikation geht. doch andererseits funktionierte es mit meinem Kundenkontakt ganz gut, als ich arbeitslos war, in ricardo inseriert, und meine eigenen paar Kunden hatte.

bei meinen EIGENEN Kunden wusste ich genau, worum es ging etc. vielleicht war es ja das?! es hatte niemand sonst mit dem Projekt zu tun, ausser ich selbst! und NIEMAND hätte mich unter DRUCK gesetzt zu telefonieren - ausser MIR SELBST!

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16. Januar 2010 6 16 /01 /Januar /2010 15:20

am 31. November 2009 habe ich meine ehemalige Musiktherapeutin wieder getroffen. sie sagte uns, dass sie SICHER sei, dass in den Akten des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienstes (KJPD) "elektiver Mutismus" stand! und meinte dann, ich solle dort mal anrufen und Akteneinsicht fordern. hab ich dann auch sofort getan. die Frau am Telefon war total nett, trotzdem war ich nach dem telefonieren fix und fertig irgendwie... meine Job-Coach meinte dann, dass sowas halt ermüdend für mich sei. selbst wo ich doch so gut mit der reden konnte, die soo freundlich und zuvorkommend war. gut, also... ich hatte dann einen Termin für den 28. Dezember 2009 um meine Akten ansehen zu können und ja, tatsächlich stand da "ELEKTIVER MUTISMUS" auf einem Dokument von 1989! Danke... von wegen man hat es damals nicht gewusst oder keinen Namen dafür gehabt!? der IV ist dann natürlich "plötzlich" eingefallen, dass sie da auch noch was vom KJPD haben, wo das drin stand. genau: 1999 haben die Kopien von solchen Dokumenten bekommen, wo DIESE Diagnose drin stand! das hatte mir die Frau beim KJPD ja auch gesagt... dass die IV, als sie mich dort anmeldeten, diese Kopien bekommen haben.

ich habe also doch eine offizielle Diagnose - seit 1989 !!!!!

und soweit ICH das weiss, hat diese Psychologin, die 1999/2000 ebenfalls meinte, dass das was ich habe "Mutismus" sei, wusste diese von dieser früheren Diagnose gar nichts! also unabhängig davon, meinte diese damals, dass ich das habe. da MUSS es ja wohl stimmen!?

nun nochmal zurück zum KJPD... als ich zur Akteneinsicht da war, meinte diese nette Frau, die ich auch schon am Telefon gesprochen hatte, dass das schon immer klar war! also mit der Diagnose und so. sie erinnerte sich sogar noch selbst an mich! ich war anscheinend damals schon bei IHR gewesen, was ICH natürlich nicht mehr wusste... also, dass ich da war, daran kann ich mich gut erinnern, nicht aber an die Personen bei denen ich damals da gewesen war.

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25. November 2009 3 25 /11 /November /2009 17:29

wo soll, ich anfangen...? ja, ich BIN heute einfach nur deprimiert.... und nein, es liegt ja absolut nicht am Mutismus, dass ich nichts auf die Reihe kriege! - dass ich immer so müde bin, dass ich dem Lehrer nicht zu höre etc.... nein, üüüüüberhaupt nicht!!! *IRONIE*
klar: man kann aus allem die Rosinen picken und so drehen, dass es einem selber wieder passt. Aber hat auch nur einmal jemand versucht, zu verstehen, was dahinter steckt? es ist ja eh klar: ich höre dem Lehrer nicht zu, weil ich faul bin! nein, es ist ja auch unmöglich, dass ich vom ganzen Tag oder der ganzen Woche so müde bin, dass es mir einfach an Konzentration mangelt... es ist natürlich NUR Faulheit! *ironie*
all diese alltäglichen Danke... sie sind ja soo selbstverständlich... ein kurzer Anruf 
ist völlige Routine - nach ein paar Sekunden hat man es eh schon wieder vergessen, wenn es nicht weiter wichtig ist. klar: es ist ja auch alles sooooo einfach!!! für EUCH vielleicht!!?! ich habe es letztens meiner Job-Coach erzählt...: ich hatte für mich einen wichtigen Anruf zu tätigen..... okay; nicht zuviel nachdenken, denn umso grösser würde diese zu überspringende Hürde noch (für für EUCH normalen ja keine Hürde zu erkennen ist). also, einfach anrufen und nachfragen, was ich wissen möchte; die Frau am anderen Ende ist total nett und lieb und freundlich!! es war eigentlich so leicht, mit ihr zu sprechen. und als ich auflege, bemerke ich: ich bin total fix und fertig! aber WARUM?!?!? ICH weiss es doch selber nicht!! sie war schliesslich total zuvorkommend!!! trotzdem!: mein Akku ist LEER!! wie der eines Handys - im ROTEN Bereich! gut, langsam erholt er sich wieder - kommt in den orangen Bereich, vielleicht später sogar wieder etwas in den grünen zurück. klar: ganz voll wird er nicht mehr, das ist auch auch bei jedem so...... schlafen = aufladen. am Morgen wieder volle Energie! - vielleicht. aber auch nur, wenn der Schlaf (die Ladezeit) genügend war! und so wird MEIN Akku die Woche durch kaum mal wirklich voll. aber ich muss leisten - genau wie alle anderen auch... völlig normal! meine Job-Coach meinte dann ruhig, (nachdem ich ihr erzählt hatte, dass ich nach dem Anruf fix und fertig war), dass solche Dinge für mich wohl sehr ermüdend seien. diese Erkenntnis hat mich regelrecht niedergeschlagen. Ich will das doch gar nicht! Dass das so ist..... doch ich kann NICHTS dagegen tun.
in der Schule sind täglich ähnliche Situationen, die mich anstrengen und ermüden: wenn ich völlig verstumme, bedrückt es mich wahnsinnig! wenn ich etwas nicht verstehe und mich einfach nicht traue, auf mich aufmerksam zu machen und zu sagen, dass ich etwas nicht verstehe oder sonst ein Problem habe, ermüdet es mich. man könnte wohl sagen, dass ich viel mehr Leistung erbringen muss, um dasselbe wie die anderen zu erreichen. aber nein: bestimmt nicht wegen dem Mutismus..... *IRONIE*

es muss wohl klingen, als ob ich mich für etwas Besonderes halte... warum?! nur, weil ich "den Mund auftue"?! weil ich hier sage - sorry SCHREIBE - was ich denke und fühle, wie ICH es wahrnehme? nein, bestimmt nicht!! was hätte ist denn davon? - es bringt mir ja nun wirklich absolut keine Vorteile!
ich entspreche nicht dieser NORM, die die heutige Gesellschaft verlangt. und nur weil ich das sage (bzw. sagen wir mal lieber äussere, denn ich SAGE es ja nicht), kommt es nun rüber als sähe ich mich als Indiviidum. würde ich die "Klappe halten" würde ich nur abwertend als Minderheit abgeschoben... so what?! ich bin genau dasselbe...!! ich BIN einfach nur, was ICH BIN! - ein Mensch wie jeder andere auch!! nichts Besonderes! bzw... nicht besser, aber auch nicht schlechter! - sondern einfach nur ANDERS!

 

 

 

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16. November 2009 1 16 /11 /November /2009 17:23
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22. Oktober 2009 4 22 /10 /Oktober /2009 00:01

momentan fühle ich mich einfach nur entsetzlich dumm!!! programmieren... ich konnte doch schon so viel in php oder so... aber jetzt... C.... warum begreif ich diese ganze "Sprache" einfach nicht...? WARUM?!?!? nein, ich bin nicht faul und es ist mir auch nicht gleichgültig! vielleicht merkt man's mir nicht an... ich kann sowas schlecht zeigen und irgendwelche Dinge nachfragen schon gar nicht... und so werd ich still.... immer stiller.... ich fühl mich nicht mehr wohl in meiner Haut.... warum bin ich so??? mir ist es peinlich, wenn ich belangloses Zeug mit anderen plappern und rumscherzzen, aber nicht mal etwas fragen kann... ich traue mich ja alles mögliche - und viele sagen, sie würden sich auch nicht trauen alleine zu verreisen, obwohl sie sonst kein bisschen schüchtern sind oder so - aber das nicht! etwas nachfragen... ich kann's nicht, ich schaff's nicht, es geht nicht... !!! warum, warum, WARUM???!!
und dann kommt der Frust... wie früher... von früher... es ist so vieles noch da von damals.... nie haben sie gesehen, wie schwierig all diese "kleinen Dinge" für mich sind... achja, ladet doch noch mehr und mehr Druck auf mich, das habt ihr doch schon immer getan... ihr habt gar nicht gesehen, dass ich schon auf dem Boden kniete und mit aller Kraft aufzustehen versuchte. noch mehr und mehr habt ihr auch mich geladen, mich überfordert...!! ohne es zu merken, zu verstehen, zu kapieren... ich KONNTE ja, ich hatte ja die Fähigkeiten dazu... also sollte ich tun, machen, sprechen... aber es war unmöglich... mehr und mehr verlangt, weil es ja so "normal" ist!? nichts... NICHTS war je gut genug, egal, wie viel Anstrengung es mich auch gekostet hat... das Gefühl ist auch heute noch da, auch obwohl ich bereits was erreiche habe und von Tag zu Tag was erreiche... bei der Arbeit... im Berufsleben, im Altag! man sagt es mir... immer und immer wieder... doch irgendwas sagt mir noch immer: "das ist zuwenig; es ist immer noch nicht gut genug!"... es ist NIE gut genug... alles was ich tue ist nichts... alles was ich früher tat war für die anderen "nichts", weil sie nicht sahen, wie viel es mich gekostet hat, es zu erreichen! diese Einstellung ist so fest tief in mir so verankert, dass ich mich kaum davon lösen kann, egal, wie oft ich höre, dass ich noch nicht alles schon können muss, dass ich noch lernen darf, dass ich dies und jenes gut gemacht habe.... ich höre es, ich freue mich, doch ob ich es wirklich annehmen kann, weiss ich nicht.... ich müsste das alles doch schon können, es ist doch alles so selbstverständlich... es entspricht vielleicht der NORM, das zu können, das zu tun... darum ist es nur zu selbstverständlich - nichts besonderes. es verdient keine Anerkennung!! was ich gerade erreiche, sollte ich schon vor über 10 Jahren erreicht haben... nicht wahr...?!? nicht wahr, Tante, Oma... ? nicht wahr...?!? ich bin ein Versager - in Euren Augen.... schon lange.... der Zug ist abgefahren vpr über 10 Jahren und ich habe keine Chance mehr... ich werd's nie aufholen, ich werd niemals etwas sein... ich versuche und ich scheitere... immer und immer wieder irgendwo an irgendwas... egal was ich tue, ich werd's doch eh nie schaffen,d as ist es doch, was ihr denkt!??! aber nein, das gönne ich Euch nicht!!!! ich werd alles tun, was in meiner Macht steht, es zu schaffen und Euch NICHT(!!!) zu bestätigen, dass ich die Versagerin bin, als die ihr mich nun doch eh schon ewig seht....!! Danke... Danke für den Anker tief in mir, der mir immer und immer wieder sagt: NICHTS ist gut genug! .....

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31. August 2009 1 31 /08 /August /2009 12:39
ich scheine gerade wirklich ein riesen Glück zu haben, aber nicht nur hier in der Firma, sondern auch in der Schulklasse! ich fühl mich richtig wohl da und man kümmert sich. "scheiss Mutismus!" schrieb ich mal in meinen Status bei facebook, als ich in der Schule sass, irgendwie nur Bahnhof verstand und total gefrustet war, weil ich mich einfach nicht zu fragen traute. natürlich haben auch welche schon gefragt, weil ich ja meinen Blog auch auf meinem Profil verlinkt habe. je weniger ich mich traue, umso mehr schein ich mich in mich zurück zu ziehen und "mutistisch zu verhalten".
früher, ja, da war alles anders... da waren es in der Schule alles nur Kinder, aber auch Erwachsene, die absolut kein Verständnis aufbrachten! am meisten erinnere ich mich da an die Nachbarin, die meinte, man müsste mir mal eine rechte Ohrfeige geben, dass ich lerne, die Leute zu grüssen. wer das glaubt, kann nur sowas von absolut blöd sein und schon gar nicht würde er/sie jemals Erfolg mit einem solchen Verhalten haben, als alles noch zu verschlimmert. Ihr könntet einen Mutisten zu Tode prügeln, und er würde mit Sicherheit keinen Ton von sich geben oder allerhöchstens ein wimmerndes Weinen. wie dumm muss man nur sein, zu denken, dass sowas was bringen könnte. wie Leute, die früher meinten, ihr Kind wäre von einem Dämon besessen, den man aus ihm rausprügeln müsste... völlig fehl.... oder andere Nachbarsfrauen, die sich unterhielten, während ich ihnen vorbei ging... ich hörte noch deren Kommentare zu dem anstandslosen Verhalten, dieses Kindes, das da eben vorbei ging und nicht mal "grüezi" sagte.
mein Gott, Verständnis gab es von der Aussenwelt dafür wahrlich nicht, eher Groll.....
nun, heute habe ich längst nicht mehr solche Probleme, kann ja sogar manchmal einfach so mit jemand fremden bisschen schwatzen, und doch sind diese "Blokaden" (oder wie soll ich es nennen??) noch immer zu oft da, und was wir in solchen Momenten fühlen, ist einfach nur Ärger und Frust über uns selber, weil wir uns einfach nicht überwinden können! und andere denken, wir seien anstandslos.... -.- ich dachte früher als Kind immer, NIEMAND auf der ganzen Welt, wäre so wie ich! schüchtern vielleicht ja... aber Schüchternheit war harmlos gegenüber dem, was ich war, denn ich traute mich ja nicht schwer, sondern GAR NICHT!
nun kommt da Verständnis... am Arbeitsort, in der Schule.... völlig ungewohnt! in mir verankert ist nur, dass ich NIEMALS genug gut bin, egal, was ich tue, dass ALLES ZU WENIG ist... ich könnte 24h am tag durcharbeiten und hätte noch das Gefühl, ich täte zu wenig! zu wenig für die Ansichten meiner Tante und meiner Oma! egal, wie sehr ich mich auch bemühte, es war immer zu wenig, egal wie schwer der Druck auf mir lag! ständig hatte ich nur Druck, wurde abgewertet, weil ich nicht erreichte, was andere erreichten. wohl haben sie dabei auch vergessen, dass ich einfach einen anderen Ausgangspunkt als "all die anderen" hatte.... was ich heut erreicht habe, ist nur viel, weil ich es so schwer hatte... aber es ist NICHTS, mit der NORM der Gesellschaft verglichen. andere in meinem Alter sind längst fertig mit einer Ausbildung, sind verheiratet, haben Kinder, ein eigenes unternehmen oder was weiss ich was.... jedenfalls eines davon... ich habe GAR NICHTS! dass ich nun 10-12 Jahre später endlich so weit bin, dass ich eine Ausbildungsstelle habe, das bedeutet NICHTS mehr! nichts in den Augen derer... schliesslich wäre es doch "selbstverständlich", dass ich das alles chon längst hätte!! ja, SO ist das in mir verankert und es ist verdammt schwer, da rauszukommen. da nutzt all das Verständnis von Chefin, Job-Coach, Kolleginnen und Schulkollegen nichts... bzw. kaum was... das Gefühl, NICHTS zu sein bleibt und nur ich selbst lerne mühsam zu schätzen, was ich doch eigentlich alles erreicht habe!!? in inneren sind nur die Worte deren.... "das solltest Du schon längst erreicht haben und nicht erst jetzt!" ich bin für sie schon lange aus der Existenz verschwunden! mich gibt es für sie nciht mehr, weil ich nichts bin... bzw. WAR!
warum soll ich hier nicht offen schreiben, wie sich das für mich anfühlt?? ausserdem bin ich ja eben NICHT die EINZIGE, wie ich immer dachte... es gibt noch so viele andere, die genau dasselbe Problem haben und durch diese unsäglichen Erwartungen der Aussenwert dermassen erdrückt werden, dass sie gar nicht mehr sich selbst sein können!! so ist es - wahrhaftig! ich liess mir auch eintrichtern, ich WOLLE dies und jenes... ich GLAUBE SELBST, ich würde dies oder das WIRKLICH WOLLEN, doch es war NIE richtig für mich! ich wurde ständig nur unterdrückt mit Erwartungen, Empfehlungen, GUT GEMEINTEN Ratschlägen! ich hatte gar keinen Freiraum überhaupt darüber nachzudenken und herauszufinden, was ICH eigentlich wollte und KONNTE und das Richtige für mich war.
ich glaube, ich müsste alles schon können und JEDE Anforderung sofort erfüllen und kann es kaum annehmen, wenn meine Job-Coach so wahnsinnig begeistert ist, wie schnell ich doch alles umsetze, was sie kritisieren. in ihrer langjährigen Berufsbahn hätte sie dies NOCH NIE erlebt, sagt sie..... doch ich weiss nicht, ob ich es glaube... ich denke, dass es immer noch zu wenig ist, was ich leiste... egal, wie viel ich tue..........

irgendwann haben sich alle ausgeklinkt, mich aufgegeben und fallen gelassen, weil sie alle gar nicht merkten, dass ich all den Anforderungen der NORM einfach nicht gerecht werden konnte. ich WEISS, dass sie es NICHT böse gemeint haben mit mir, aber es war einfach ZU VIEL für mich. mit Druck werdet ihr kein mutistisches Kind je zum reden bringen, als dass ihr das letzte in ihm umbringt, was es überhaupt selbst noch ist, weil ihr ihm so sehr eure Meinung aufdrückt, dass es schon selbst glaubt, dies zu wollen oder es wäre der richtige Weg....
ich hatte wohl gar nie die Chance, mich frei zu entfalten, da ständig dieser Druck auf mir lastete, als wenn der, den wir uns selbst eh schon machen, weil wir nämlich wirklich reden WOLLEN, noch nicht genug wäre!
erst in den letzten paar jahren hat sich das bei mir verbessert und ich bin geworden, was ich bin, habe langsam und in MEINEM Tempo erreicht, wozu ich eben fähig bin. ich war IMMER kontaktfreudig!!!!! extrem! aber das macht alles noch schwerer, wenn man sich selbst irgendwie im Wege steht! was für ein Wunder ist es für mich heute, wenn ich mir selbst beim Volleyballspielen am Strand mit anderen, mir eigentlich fremden Leuten, zusehe!? ich lache, ich rufe, ich BIN DABEI, ich mache mit! als wäre ich immer so gewesen... es ist ein Wunder! doch alle anderen sehen es als völlig "normal" an... NIEMAND würde in einem solchen Moment je bemerken oder auch nur glauben, dass das alles mal so völlig anders war... so armseelig in sich zurückgezogen, gehemmt, allein im Schatten der anderen, wo man doch so gerne teilgehabt hätte. wisst Ihr nicht, welch Leiden sowas ist?! denn alle denken, man würde nicht wollen, man wäre eingebildet, nimmt sich ja für soo wichtig oder wäre einfach nur frech und ungezogen! wisst Ihr wie WEH das tut??? wie weh das tut, dass andere das denken, während man selbst doch so sehr mit sich ringt, gerne würde, aber einfach nicht kann?! denkt mal nach, wenn Euch mal ein Kind begegnet, das ja soo unhöflich ist, weil es einfach nur schweigt................................
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